Zusammenfassung:
Das Vorhandensein von Wasser in Ölen, insbesondere in Transformatorenölen, Schmierstoffen und Hydraulikflüssigkeiten, stellt ein erhebliches Risiko für die Leistung, Lebensdauer und Sicherheit elektrischer und mechanischer Systeme dar. Eine präzise Messung des Wassergehalts ist entscheidend für präventive Wartung, die Sicherstellung der Isoliereigenschaften und den Schutz kritischer Infrastrukturen.
Einleitung:
Öle werden weitreichend in Hochspannungsausrüstungen, Industrieanlagen und Transportsystemen eingesetzt. Selbst minimale Feuchtigkeitskontaminationen können zu folgenden Problemen führen:
- Verminderte Durchschlagsfestigkeit in Isolierölen
- Beschleunigte Alterung und Oxidation von Schmierstoffen
- Korrosion und mechanische Schäden in Hydrauliksystemen
Daher ist die präzise Bestimmung des Wassergehalts in Ölen entscheidend, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten, Ausfallzeiten zu minimieren und die Lebensdauer von Anlagen zu verlängern.
Messprinzip:
Die Standardmethode zur Bestimmung des Wassergehalts in Ölen ist die Karl-Fischer-Titration, die für ihre hohe Empfindlichkeit und Selektivität gegenüber Wasser bekannt ist.
Je nach Öltyp und erforderlichem Messbereich werden sowohl coulometrische (für niedrige Wassergehalte) als auch volumetrische (für höhere Wassergehalte) Titrationsverfahren eingesetzt.
Für viskose oder verunreinigte Ölproben gewährleistet die thermische Extraktion in Kombination mit coulometrischer Detektion, dass sämtliches Wasser freigesetzt und genau quantifiziert wird.
Diese Methoden erfüllen internationale Normen wie ASTM D1533 (Wasser in Isolierflüssigkeiten) und IEC 60814.
Systemübersicht:
Moderne Öl-Wassergehaltsanalysatoren bieten:
- Automatisierte Probenhandhabung für verbesserte Reproduzierbarkeit
- Hohe Empfindlichkeit, Nachweisgrenzen bis 0,1 ppm
- Integrierte Verdampfungseinheiten für die thermische Extraktion gebundener Feuchtigkeit
- Benutzerfreundliche Software mit umfassender Berichterstellung und Trendanalyse
Anwendungen:
Wichtige Anwendungsbereiche umfassen:
- Überwachung von Transformatorenölen in Stromnetzen und Umspannwerken
- Qualitätskontrolle von Schmierstoffen in der Fertigungs- und Automobilindustrie
- Feuchtigkeitsprüfung in Turbinen- und Hydraulikölen
- Forschung zum Alterungsverhalten von Isolierflüssigkeiten
Die kontinuierliche Überwachung des Wassergehalts unterstützt predictive Maintenance-Strategien und verringert das Risiko plötzlicher Ausfälle.
Fazit:
Die zuverlässige Bestimmung des Wassergehalts in Ölen ist entscheidend, um die Effizienz, Zuverlässigkeit und Lebensdauer industrieller und elektrischer Systeme sicherzustellen. Moderne Wasseranalysesysteme liefern schnelle, präzise und normgerechte Ergebnisse und bilden die Grundlage für proaktive Wartung und Qualitätssicherung.
Anwendungen
- Online-Erfassung der aktuellen Sulfid-Konzentration
- Abwasser-Analytik für Regelungen (Pumpensumpf, Freispiegel- oder Druckwasserleitung)
- Deponiesickerwasser-Überwachung
- Industriekläranlagen
- Kommunale Kläranlagen
Vorteile
- Durch indirekte Methode kaum Querempfindlichkeiten
- Ausgang 4 - 20 mA zur Einbindung des H2S-Signals in das Leitsystem
- Kurze Messintervalle ermöglichen schnelle Reaktion auf Veränderungen
- Geringer Wartungsaufwand
Features
- Erfassung des wahren H2S-Gehaltes direkt in der Flüssigphase und damit wetterunabhängig (auch in stark basischen Proben)
- Einfache Kalibrierung
- Einfache, übersichtliche Software
- Keine Querkontamination durch Selbstreinigung zwischen den Messungen
- Lange Lebensdauer der Sensorik durch integrierte Regenerationsprozesse